Fairer Handel mit Krisenregionen? Sie können auch sagen, ich bin verrückt…

Am Dienstag war ich Rahmen der Fairen Woche von der Stadt Hannover eingeladen. Diskutiert haben wir, ob fairer Handel Demokratische Strukturen schaffen könnte. WOW! Zu Syrien, ein Land, das nicht mehr am Boden liegen könnte, werde ich das ernsthaft gefragt. Und ich antworte: Unmöglich, keine Zertifizierungen, kein Umweltbewusstsein, der Weg ist lang, sehr lang….ABER die Netzwerke, die wir heute mit Gyalpa (Entrepreneurship ) in Syrien und hier aufbauen, werden zukünftig so belastbar sein, das wir einen Beitrag leisten können. Ob das Ziel dann ein demokratischer Kapitalismus sein sollte, darf man fragen. Sehen wir uns die Kantone der Kurden im Norden Syriens an. Ihre Schaffenskraft im Rahmen von kommunaler Selbstverwaltung und kooperativen ökonomischen Ansätzen (7% der Wirtschaft ist inzwischen Eigentum der Bevölkerung) ist während Krieg und Krise überaus bemerkenswert. Ich kann jedem nur empfehlen sich damit zu beschäftigen: ROJAVA. Ein Bottom-Up Ansatz, von dem wir lernen können. Und wenn, das Gelingen während der Krieg tobt, dann kann Sozialer Handel als erster Schritt des Fairen Handels durchaus funktionieren. Also, ich lass mich gerne noch eine Weile verrückt nennen.fullsizeoutput_aa2

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